Krillol Kapseln
Hochwertiges antarktisches Krillöl in Softgel-Kapseln – standardisiert auf Omega-3-Fettsäuren (EPA & DHA), Phospholipide und Astaxanthin.
Produktprofil
Krillöl ist ein marines Öl, das aus antarktischem Krill gewonnen wird. Typisch für Krillöl ist, dass ein Teil der Fettsäuren an Phospholipide gebunden vorliegt. Zusätzlich enthält Krillöl von Natur aus Carotinoide wie Astaxanthin (verantwortlich für die rötliche Färbung). Nutritime Krillol wird als Softgel-Kapsel angeboten und ist laut Hersteller standardisiert auf EPA, DHA, Phospholipide und Astaxanthin.
Inhaltsstoffe
- Lipidextrakt aus antarktischem Krill (Euphausia superba)
- Kapselhülle: Gelatine
- Feuchthaltemittel: Glycerin
- Gereinigtes Wasser
Nährwert- und Mikronährstoffangaben
Zusammensetzung pro Tagesportion (2 Kapseln)
| Inhaltsstoff |
Menge |
| Krill-Lipid-Extrakt |
1000 mg |
| davon Omega-3-Fettsäuren |
200 mg |
| – davon EPA (Eicosapentaensäure) |
120 mg |
| – davon DHA (Docosahexaensäure) |
80 mg |
| Phospholipide |
100 mg |
| Astaxanthin |
200 µg |
Hinweis: Für dieses Produkt liegen laut Hersteller keine Angaben zum Referenzwert-Verzehr nach EU-VO 1169/2011 vor.
Rolle der Mikronährstoffe
Omega-3-Fettsäuren umfassen unterschiedliche Fettsäuren, darunter die langkettigen marinen Fettsäuren EPA und DHA. Für bestimmte Funktionen sind in der EU gesundheitsbezogene Aussagen zugelassen, wenn definierte Aufnahmemengen erreicht werden: EPA und DHA tragen zur Erhaltung einer normalen Herzfunktion bei (positive Wirkung bei einer täglichen Aufnahme von insgesamt 250 mg EPA und DHA). DHA trägt zur Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion sowie zur Erhaltung normaler Sehkraft bei (positive Wirkung bei einer täglichen Aufnahme von 250 mg DHA). Diese Aussagen sind allgemein gehalten und beziehen sich auf die Nährstoffe, nicht auf ein einzelnes Produkt.
Besonderheiten des Rohstoffs
Antarktischer Krill (Euphausia superba) steht am Anfang der marinen Nahrungskette. Krillöl unterscheidet sich von klassischen Fischölen durch seinen typischen Anteil an Phospholipiden, an die ein Teil der Fettsäuren gebunden ist. Außerdem enthält Krillöl natürlicherweise Astaxanthin, ein Carotinoid, das auch in Mikroalgen vorkommt und Krustentieren ihre rötliche Färbung verleiht. In Nahrungsergänzungsmitteln wird Astaxanthin in der Regel in klar definierten, sicheren Mengen eingesetzt.
Anwendung & Verzehrempfehlung
Verzehrempfehlung des Herstellers: täglich 2 × 1 Kapsel mit ausreichend Flüssigkeit zu den Mahlzeiten einnehmen.
Inhalt: 90 Kapseln. Zutaten laut Hersteller: Lipidextrakt aus antarktischem Krill (Euphausia superba), Kapselhülle (Gelatine, Feuchthaltemittel: Glycerin; gereinigtes Wasser). Laut Hersteller: frei von Gentechnik, frei von künstlichen Geschmacksstoffen, frei von Konservierungsstoffen.
Wissenschaftlicher Hintergrund
Omega-3-Fettsäuren in der Ernährung: Omega-3-Fettsäuren sind ein Sammelbegriff. Während α-Linolensäure (ALA) vor allem in pflanzlichen Ölen vorkommt, finden sich EPA und DHA überwiegend in fettreichen Seefischen und anderen marinen Quellen. Fachgesellschaften betonen regelmäßig die Bedeutung einer ausgewogenen Fettzufuhr, bei der ungesättigte Fettsäuren einen größeren Anteil einnehmen als gesättigte.
EPA & DHA – Einordnung der Datenlage: Für EPA und DHA existieren umfangreiche Untersuchungen zu physiologischen Funktionen, insbesondere im Kontext von Herz-Kreislauf, Triglyceridstoffwechsel und Blutdruck. Für bestimmte Effekte werden in Bewertungen häufig höhere Zufuhrmengen herangezogen (z. B. im Gramm-Bereich), während für die Erhaltung einer normalen Herzfunktion bereits 250 mg EPA+DHA pro Tag als relevante Zufuhr genannt werden.
Krillöl vs. Fischöl – was wird diskutiert? In der wissenschaftlichen Diskussion wird Krillöl häufig über seine Lipidform (Phospholipide) eingeordnet. Phospholipide sind natürliche Bestandteile biologischer Membranen. Ob und in welchem Ausmaß sich dadurch Unterschiede in Aufnahme oder Stoffwechsel ergeben, hängt von vielen Faktoren ab (Gesamtzufuhr, Ernährung, Matrix, individuelle Variabilität). Für eine seriöse Bewertung ist der Blick auf die tatsächlichen Mengen an EPA/DHA pro Tagesportion entscheidend.
Astaxanthin – Carotinoid mit klaren Sicherheitsrahmen: Astaxanthin ist ein Carotinoid, das in der Natur u. a. in Mikroalgen vorkommt. Für Astaxanthin aus bestimmten Quellen wurden in der EU Nutzungsbedingungen und Höchstmengen diskutiert bzw. festgelegt. Wichtig ist dabei: Nicht die „Trendzutat“, sondern die Menge pro Tagesdosis entscheidet über die Einordnung. In Krillöl ist Astaxanthin typischerweise in deutlich kleineren Mengen enthalten als in hochdosierten Astaxanthin-Monopräparaten.
Warum Standardisierung wichtig ist: Die Angabe definierter Gehalte an EPA, DHA und weiteren Bestandteilen erleichtert die Vergleichbarkeit zwischen Produkten. Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist vor allem relevant, welche Menge an EPA und DHA pro Tagesportion aufgenommen wird und wie diese in die persönliche Ernährungsweise (z. B. Fischkonsum, Algenöl, Omega-3-angereicherte Lebensmittel) passt.
Sicherheit, Nebenwirkungen, Vorsichtsmaßnahmen
Allergene: Krill ist ein Krebstier. Personen mit Krustentier-/Schalentierallergie (und ggf. Fischallergie) sollten Krillöl nicht verwenden bzw. vor der Einnahme ärztlich abklären.
Herz-Kreislauf & hohe Omega-3-Dosen: Fachstellen weisen darauf hin, dass hochdosierte Omega-3-Präparate (insbesondere bei bestehenden Herzerkrankungen) mit einem erhöhten Risiko für Vorhofflimmern in Verbindung gebracht werden können. Wer bereits eine Herz-Kreislauf-Erkrankung hat oder entsprechende Medikamente erhält, sollte Omega-3-Supplemente grundsätzlich mit Ärztin/Arzt besprechen.
Blutgerinnung / Medikamente: Bei gleichzeitiger Einnahme von gerinnungshemmenden Arzneimitteln (z. B. Antikoagulanzien oder Thrombozytenaggregationshemmer) ist Vorsicht geboten. Auch vor Operationen sollte eine Supplement-Einnahme individuell abgeklärt werden.
Schwangerschaft/Stillzeit & Kinder: Für empfindliche Personengruppen (Schwangere, Stillende, Kinder/Jugendliche) gilt: Nahrungsergänzungsmittel nur gezielt und nach fachlicher Rücksprache einsetzen, insbesondere bei marinen Ölen und Extrakten.
Typische Verträglichkeit: Marine Öle können bei empfindlichen Personen Magen-Darm-Beschwerden oder Aufstoßen verursachen – häufig hilft die Einnahme zu einer Mahlzeit. Bei ungewöhnlichen Reaktionen die Einnahme beenden und medizinischen Rat einholen.
Qualität & Verantwortungsbewusste Verwendung
Nahrungsergänzungsmittel sind eine Ergänzung zu einer ausgewogenen, abwechslungsreichen Ernährung und einem gesunden Lebensstil. Sinnvoll ist es, die eigene Ernährung (z. B. Fischkonsum, Auswahl pflanzlicher Öle, Gesamtfettqualität) als Basis zu betrachten und Supplemente nur gezielt einzusetzen. Bewahren Sie das Produkt kühl, trocken und lichtgeschützt auf und halten Sie sich an die Verzehrempfehlung.
Rechtlicher Hinweis
Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise. Die empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufbewahren.